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Die Kampfkunst WingTsun

WingTsun fängt da an, wo der Unterschied aufhört

WingTsun (WT) ist ein weicher Kung Fu-Stil. In den Kampfkünsten unterscheidet man grundsätzlich zwischen weichen und harten Stilen. Harte Stile setzen der Angriffsenergie durch Blocktechniken Kraft entgegen. Sie bevorzugen hohe Tritte und Beintechniken; die Kämpfer sind sehr athletisch und akrobatisch trainiert. Karate und traditionelles Shaolin Kung Fu gehören z. B. zu den harten Stilen.
Weiche Stile – z. B. Aikido und WingTsun – leiten die Angriffsenergie um und verwenden sie gegen den Angreifer. Der Fokus liegt auf der Nahkampf-, d. h. Faust- und Ellenbogendistanz. Dementsprechend werden eher tiefe Tritte (z. B. zum Knie) oder Fußfeger eingesetzt. Während in den harten Stilen erst eine Abwehr oder ein Block erfolgt, bevor der Gegenangriff gestartet werden kann, ist im WingTsun die Abwehr zugleich der Gegenangriff.

WT ist eine konsequente Form waffenloser Selbstverteidigung. Sich wirklich selbst verteidigen zu können, bedeutet niemals auf Mäßigung oder Einsicht eines Angreifers vertrauen zu müssen, sondern in jeder Situation dessen Handlungsunfähigkeit bewirken zu können. WingTsun setzt deshalb sämtliche möglichen Mittel ein, um den Angreifer an den empfindlichsten Stellen so hart wie möglich und auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu treffen. Dem Angreifer bleibt so keine Zeit, seinen Angriff zu organisieren.
Fairness spielt keine Rolle, wenn es darum geht, seinen Körper oder sein Leben zu verteidigen.

Wenn es um Selbstverteidigung geht, dürfen Muskelkraft und artistisches Können nicht von entscheidender Bedeutung sein, denn meist sind es die körperlich Schwächeren, die Übergriffen und Bedrohungen ausgesetzt sind.
Das WT-System bedient sich einfacher Prinzipien, natürlicher körperlicher Anlagen und instinktiver Reaktionen (Reflexe), die sich jeder Mensch durch regelmäßiges Training aneignen kann.

WT lehrt, die Kraft des Angreifers durch kontrolliertes Nachgeben zu nutzen und gegen ihn selbst zu richten. Die angegriffenen Körperteile werden "aufgeladen" und geben fast ohne eigenes Zutun die Kraft des Gegners unverbraucht und mit ganzer Wucht zurück. Die beteiligten Körperpartien müssen unmittelbar und reflexartig in der Lage sein, entsprechend auf Impulse zu reagieren. Deshalb sind es die taktilen Reflexe, die im WT besonders trainiert werden (Chi-Sao), damit im richtigen Augenblick ein Nachgeben, ein Reagieren oder ein entschlossener Gegenangriff ohne Überlegen geschehen kann. Hierfür bedarf es natürlich regelmäßigen Trainings über einen längeren Zeitraum.

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